Bestrahlungs-Techniken

Die Bestrahlungs-Techniken

Standard-Therapie

Allen Patienten wird eine 3-dimensional geplante Mehrfelder-Therapietechnik angeboten. Die eingesetzten Felder werden mittels eines 120 Multi Leaf Kollimators (Computer-gesteuertes Blendensystems mit 5mm Blei-Lamellen) individuell angepasst, um so eine möglichst optimale Schonung der Risikoorgane zu ermöglichen. Es werden immer Dosisberechnungen für das Zielvolumen und alle Risikoorgane und anschließend eine Optimierung der Planung durchgeführt.

Bestrahlungsgerät (Linearbeschleuniger)
Blendensystem (Wolfram) am Linearbeschleuniger

 

 

 

 

 

Intensitäts-modulierte Strahlentherapie (IMRT)

Diese sehr aufwändige Hochpräzisions-Behandlungsmöglichkeit kann in ausgewählten Fällen eine zusätzliche Gewebeschonung und sehr präzise Dosisverteilung im Tumorbereich ermöglichen. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass nicht jeder Patient von dieser sehr komplizierten Behandlungsmöglichkeit profitiert und die weniger aufwändige Standard-Therapie häufig der bessere Weg sein kann. Die Entscheidung, welche Art der Behandlung anzuraten ist, hängt maßgeblich von der Lokalisation der Erkrankung und der Dosis ab, die erforderlich ist, die Erkrankung erfolgreich zu kontrollieren.

Bestrahlungsplanung (IMRT/Rapid-Arc/VMAT)

Schnelle IMRT (Rapid Arc/VMAT)

Diese Option stellt eine Weiterentwicklung der IMRT da und kann ebenfalls in ausgewählten Therapiesituationen eine schnellere, genauere und damit noch schonendere Bestrahlung ermöglichen.

Stereotaxie (Radiochirurgie)

Die Stereotaxie ist eine „punktgenaue“ Hochpräzisions-Bestrahlung, die z.B. im Bereich des Gehirns, aber auch im Bereich des übrigen Körpers (Lunge, Leber, Wirbelsäule) angewandt wird.

Atem-getriggerte Bestrahlung

Diese Behandlungsmöglichkeit ermöglicht eine Atem-abhängige Bestrahlung, die z.B. eine verbesserte Lungenschonung bei der Behandlung von Brust- und Lungenkrebs-Patienten erreichen kann.

Atem-abhängige
Bestrahlungsüberwachung

Image Guided Radiotherapy (IGRT) und Cone Beam CT während der Bestrahlung

Die oben genannten Bestrahlungsmöglichkeiten werden durch modernste Bildkontrolltechniken ergänzt, die vor und während der Bestrahlungsserie eingesetzt werden können. Mit dem „On Board Imager (OBI)“ kann mittels digitaler Röntgenkontrollaufnahmen während der Bestrahlung die exakte Positionierung des Patienten sichergestellt werden. Im Bestrahlungsraum kann weiterhin ein „Cone Beam CT“ eingesetzt werden, um den Tumor mit höchstmöglicher Präzision zu erfassen und damit eine optimierte Risikoorganschonung zu ermöglichen.

Radiochemotherapie

In vielen Fällen ist es sinnvoll, die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie zu kombinieren. Zahlreiche wissenschaftliche Studien untermauern dieses Vorgehen in Abhängigkeit von der Art und Ausdehnung der Grunderkrankung. Die Kombinationstherapie wird in unserer Praxis in sehr enger Zusammenarbeit mit Fachärzten (Onkologen) durchgeführt, die sich ausschließlich auf die Anwendung von Chemotherapie spezialisiert haben.

Brachytherapie

Die Brachytherapie ist eine Bestrahlung mit kurzer Reichweite, die z.B. alleinig oder in Kombination mit externer Bestrahlung bei gynäkologischen Tumoren oder Prostatakarzinombestrahlungen eingesetzt wird.

Brachytherapie
Bestrahlungsgerät

Seeds

Diese Sonderform der Brachytherapie kann in Kooperation mit urologischen Fachärzten bei der alleinigen Behandlung des Prostatakarzinoms eingesetzt werden. Ob diese oder eine andere Bestrahlungstechnik, wie z.B. die IMRT anzuraten ist, hängt von dem Tumorstadium ab.


Bestrahlungsplanung
Prostata mit Seeds

Diese Ausstattung stellt sicher, dass Patienten auf höchstem Niveau sicher behandelt werden können, neueste Entwicklungen in der Strahlentherapie Anwendung finden und die Möglichkeiten von Heilung und Linderung bei Krebserkrankungen nicht mit erhöhten sondern reduzierten Behandlungsrisiko erfolgen.